8.09.2007

Hungrig nach Hause

Sitze im Roma. Warte auf Sab, trinke Milchkaffee und tauche mein Croissant in die Tasse. Die Maximilianstraße ist im Besitz arabischer Besucher mit ihren Familien. "Schön, dass wir in einer Stadt leben, in der andere Urlaub machen", sagt Sab.
So habe ich das noch gar nicht gesehen. Eine Gruppe von Urlaubern verläßt das Roma. Wurden sie nicht bedient? Ist zu viel los?
In der Hypo Kunsthalle läuft eine neue Austellung. Ich besuche sie. Das ewige Auge: Von Rembrandt bis Picasso. Picasso ist gut vertreten. Das freut mich. Vor dreißig Jahren lästerten die Kunstbetrachter noch über Picassos Bilder in den Ausstellungen. Jetzt stehen sie ehrfürchtig vor ihnen. Niemand redet mehr abfällig über sie.

Im anschließenden Lokal bestelle ich Fisch mit Nudeln. Alles schwimmt in Öl. Ich bitte das Öl abzugießen. Danach schmeckt alles immer noch furchtbar. Ich kann es nicht essen. Zum ersten Mal in meinem Leben lasse ich ein Gericht zurückgehen. Es ist mir nicht möglich nocht weitere Bissen in meinen Mund zu behalten.

Der Ober bringt mir ein Gläschen Wein. "Es geht aufs Haus, " sagt er. "Das war wirklich zu viel Öl. Sie brauchen es nicht zu bezahlen." Und jetzt? Was esse ich jetzt? Bei dem Gedanken an Nudeln und Öl wird mir schlecht. Die kommen heute nicht mehr auf den Tisch.

2 Comments:

Anonymous Anonym said...

Milchreis mit Zimt.
Kommt immer,
und zwar
gut.

1:20 PM  
Blogger saxana said...

Habe weder Milchreis, noch Milch, noch Zimt im Haus. Trotzdem danke für den Hinweis.

4:16 PM  

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