11.27.2014

Warten

Es ist jetzt genau 15 Uhr und zwei Minuten. Seit 32 Minuten warten ich auf die Leute, die das Rohr meines ständig verstopften Waschbeckens reinigen sollen. Sie kämen nicht pünktlich um 14.30 Uhr sagte Frau S. gestern am Telefon. Nun bin ich gespannt, wann sie denn kommen werden, die Handwerker, oder der Handwerker. Gestern wartete ich auf meinen Heizungsmann einen vollen Nachmittag lang. Er wurde von einer kalten Heizung bei einem Kunden aufgehalten und kam deshalb überhaupt nicht mehr. Geschenkt, das. Denn wer will schon bei diesem Wetter einer kalten Heizung ausgeliefert sein. Ich kann ja warten mit meiner warmen Heizung. Vor einer Woche klingelte es gegen 16.00 Uhr. Meine Freundin Sa.... wollte kommen. Aber es stand Herr L. vor der Türe, der mein Garagentor endlich nach einem halben Jahr Wartens installiert hatte. Nur einen elektrischen Öffner zu besitzen schien mir doch zu gefährlich. Was wäre, wenn ich ihn im Auto liegen lassen würde? Herr L. hat mich vier Mal versetzt beim Warten auf einen zweiten Öffner. Er kündigte vier Mal sein Kommen an, ich wartete und wartete, und wer nicht kam war er. Jetzt stand er nach Wochen des Wartens plötzlich vor der Tür. Natürlich freute ich mich auch nach vier Wochen des Wartens. Jetzt habe ich zwei Garagentoröffner.Eine sichere Sache, hoffe ich.
Bin gespannt, ob der Rohrreiniger überhaupt heute noch kommt. Eigentlich wäre ich ja gerne zum Rick gefahren. Da haben sie die "Stube" weihnachtlich geschmückt. Jetzt muss ich halte warten, auf den unersetzlichen Herrn, der mir den Umgang mit Beckenverstopfungen, also mit Verstopfungen des Waschbeckens im Bad, erleichtern, oder am Besten ersparen soll. Denke ich also nur ans Rick und warte. Da fällt mir noch ein, letzte Woche beim Heiler, wartete ich eine Stunde und fünfzehn Minuten darauf, dran zu kommen. Da war ich dann schon sauer.
Jetzt ist es wenigstens schon 15.22 Uhr. Lange kann es ja nicht mehr dauern.
16.33 Uhr: Er war da, der sehr nette Herr M..... In seinen Bericht schrieb er: Waschbecken im WC mit Motorspirale, Ablaufleitung bis Sammelleitung gereinigt, Verstopfung beseitigt.  Nun sind die Abflussrohre wieder frei; das Wasser im Waschbecken läuft ab ohne zu gluckern. Morgen fahre ich zum Rick.

11.01.2014

Allerheiligen

Passend zum heutigen Tag klickte ich auf meiner Blogliste das Bestatterweblog an. Unter der Überschrift "Meine Angst vor dem Tod" berichtet eine Frau, wie sie als Kind den Tod ihrer Oma erlebte.

Meine Angst vor dem Tod
Hallo zusammen..
Ich bin zufällig auf diesen Blog hier gekommen und dachte mir ich schreib auch mal was dazu.Und zwar geht es hier um die Angst, zu sterben.
Ich habe fürchterliche Angst vor dem Tod. Aber das auch erst seitdem meine Oma von uns gegangen ist.


weiterlesen auf http://bestatterweblog.de/

10.25.2014

Endlich mal wieder

Das Wetter ist trist. Es nebelt mit regnerischen, aber auch sonnigen Akzenten. Zu bezahlende Rechnungen motivieren mich, das Haus zu verlassen und zur Bank zu fahren. Anschließend belohne ich mich in Ricks Cafe. Es gibt noch Croissants, und die Kaffeemaschine ist auch nicht kaputt. Ich vermisse Ivan Rebroff. Hoffentlich geht es ihm gut, und es ist nur die Baustelle, die ihn vom Besuch des Cafes abhält.Meine Lieblingsbeschäftigung im Rick ist Zeitschriften zu lesen. Die Wolken überlegten sich es nicht tröpfeln zu lassen. Ich komme trocken wieder nach Hause.

F. erzählt, dass die Igel seit 14 Tagen schlafen. Die Futternäpfe der Katzen hätten sie seit Mitte Oktober nicht mehr leer gefressen. Das bedeute nach Meinung ihrer Großmutter einen strengen Winter. Hoffentlich stimmt beides nicht. Die Eichhörnchen klettern jedenfalls noch lustig in den Bäumen herum.

Wir haben Herbstferien. S. fährt mit ihrem Lover nach Mantua. War da nicht auch Romeo, damals, als Julia in Verona eingeschlafen war?

10.03.2014

Die Zeit sie eilt im Sauseschritt

Es wird Zeit mit meinem Auto endlich aus der Waschstrasse zu fahren. Seit zwei Monaten schaue ich dieses Waschstrassenbild an, wenn ich die Blogs meiner Blogliste lese, und nichts geschieht. Ich bin krank, und ich kann nicht zum Rick fahren. Ich bin krank, und kein Arzt kann mir helfen. Nun scheint es langsam wieder gut zu werden, und was passiert? Die Straße vor dem Rick wurde aufgerissen. Die Parkplätze sind teilweise belegt von den Arbeitern und teilweise ebenfalls aufgerissen und abgesperrt. Die M. erzählte mir von einem italienischen Lokal, in das sie vor einigen Tagen ihren Besuch führte. Es liefert auch Gerichte nach Hause. Wir lassen uns liefern, und siehe da, es schmeckt. Wenigstens muss ich nicht verhungern.

9.08.2014

In der Waschstrasse







9.06.2014

Ricks Cafe

Ist man krank, muss man zu Hause bleiben.
Ist man krank, muss man auf Kaffeebesuche verzichten.
Ist man krank, freut einen nichts.
Ist man krank, tut man sich selbst leid.
Ist man krank, benötigt man Hilfe.

Zwei Monate auf den Besuch beim Rick verzichtet.
Zwei Monate keine Freunde beim Rick getroffen.

Zwei Monate die Hilfe im Haushalt durch Anwesenheit gestört.
Zwei Monate keine Musik ertragen.

Heute zur Garage gegangen.
Heute zur Tankstelle gefahren.
Heute im Rick einen Eiscafe getrunken.

7.19.2014

Anruf

An einem Freitag mit teils bedecktem, teils sonnigem Himmel, es ist noch kühl, klingelt um 10.32 Uhr das Telefon.
Unwillig wegen der frühen Störung hebe ich ab.
"Spreche ich mit Frau Sa scha ma Meiar?"
"Warum?"
"Sind sie das?"
"Warum wollen sie mich sprechen?"
"Ach Saschama, sie machen mir das Leben wirklich schwer."
Ich lege auf.