6.18.2007

Der Virus

Heute Morgen schon mords traffic hier bei mir. Das Telefon klingelt. Ich liege im Bett. Ich bin dazu berechtigt. Ich bin krank. Also lass ich es klingeln, das Telefon, und horche auf eine hinterlassene Nachricht. N i c h t s wird mir hinterlassen. Einfach aufgelegt.
Auch gut.
Ich drehe mich um und horche auf meinen Körper. Ist er noch so krank, dass ich guten Gewissens ein weiteres Stündchen liegen bleiben darf, oder geht es ihm schon besser? Ich stelle fest: Es geht ihm schon besser. Er hustet nicht mehr. Der Hals schmerzt weniger, oder schmerzt er gar überhaupt nicht mehr?
Es klingelt. Ich erhebe mich ein wenig. So kann ich die Haustüre sehe. Das Mädchen aus der Apotheke steht da, mit einer kleinen, nein mit einer größeren Tüte. Sie bringt Nachschub, Medikamentennachschub. "Bitte lege es vor die Türe!", rufe ich und sinke in die Kissen. Ich huste. Ich hole die Tüte herein. Ich lege mich noch ein Stündchen hin. Die Genesung fordert das. Der Virus in mir. Ob er wohl so aussieht? Er liebt mich nun schon seit achtzehn Tagen.







Foto aus Wikipedia

3 Comments:

Anonymous nberlin said...

Auf das er bald die Lust an dir verliert!

6:29 nachm.  
Blogger saxana said...

Es ist wie mit einem Liebhaber. Je mehr ich ihm ergeben bin, desto weniger reizvoll findet er mich.

9:46 nachm.  
Anonymous kid37 said...

Der sieht aber böse aus. Wenn auch farblich irgendwie schön. (Gute Besserung!)

7:59 nachm.  

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