2.02.2007

Ein Ende

Freitags lese ich oft vor dem Frühstück das Magazin der Süddeutschen und da zuerst Axel Hacke. Heute Morgen las ich leichtsinnigerweise mehr. Eine 75 Jahre alte Frau war gestorben. Sie hatte keine Angehörigen, aber wenigstens Jemanden, der sich zuletzt um sie kümmerte.
Traurig, was nach einem Leben an Spuren zurückbleiben kann und traurig, wie diese Spuren dann schnell verwischt werden, um neuen Spuren Platz zu machen.
Hier ist der Artikel nachzulesen.
Vor einigen Tagen schrieb ich folgende Aussage mit, als ich fern sah, um sie nicht zu vergessen.
Der Schmerz ist vorbei, die Trauer bleibt, aber es tut nicht mehr weh. Passt irgendwie zu dem Leben dieser Frau.

3 Comments:

Anonymous Deliah said...

Ohne den Artikel nun gelesen zu haben.
Ich glaube es bleibt nicht besonders viel, wenn wir uns einst von dieser Kugel verabschieden.

Vielleicht bin ich aber auch nur Pessimist...;)

11:21 nachm.  
Blogger Saxana said...

Es wäre aber tröstlich, wenn man doch ein paar Spuren hinterlassen würde. Es müssen ja nicht gleich so berühmte Gebäude wie die Pyramiden sein.

10:49 vorm.  
Anonymous Sven K. said...

Erst lesen, dann kommentieren finde ich zumindest höflich, Deliah; Der Artikel aus dem SZ Magazin ist wirklich herzergreifend und sollte niemand übergeben werden, der zu Depressionen neigt und/oder gerade auf einem Hausdach steht.

Doch doch, wir hinterlassen alle was. Und wenn wir nur sagen, dass wir das, was andere hinterließen, nicht lesen - in diesem Falle hinterlassen wir eine Spur von Borniertheit ("ich schreibe, dass ich etwas nicht gelesen habe und sondere trotzdem Meinung zum Thema ab").

Zum Beispiel dieser Artikel. Dessen Nichtlesung könnte beweisen, was Du sagst Deliah: dass nichts bleibt, beim Abschied von "dieser Kugel". Dass doch etwas bleibt, und sei es Schmerz, das beweist Saxana mit ihrem Hinweis auf den Artikel, den Ursprung dieses Schmerzes. Und damit bleibt von ihr: Erinnerung. Und Trost. Danke dafür.

4:05 nachm.  

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